“1913 Erste Formulierung der trinitarischen Glaubensüberzeugung”
Diese Aussage muß etwas spezifischer qualifiziert werden, denn in 1913 schrieb Wilcox: “Seventh-day Adventists believe,- 1. In the divine Trinity. This Trinity consists of the eternal Father, . . . the Lord Jesus Christ, . . . [and] the Holy Spirit, the third person of the Godhead” (“The Message for Today,” Review and Herald, October 9, 1913, 21). Übersetzung: “Siebenten-tags Adventisten glauben,- 1. In der göttlichen Trinität. Diese Trinität besteht aus dem ewigen Vater . . . dem Herrn Jesus Christus, . . . [und] dem Heiligen Geist, der dritten Person der Gottheit”.
Es muß darauf hingewiesen werden, daß diese Definition nicht der heutigen entspricht. Vor allem fehlt der Schritt, drei Gotteswesen als einen Gott darzustellen. Viele Nichttrinitarier könnten dem Wilcox Statement noch zustimmen.
Eigenartigerweise kam Ellen White ohne den Begriff “Trinität” oder “Dreieinigkeit” aus – die gesamte Adventbewegung in der Gegenwart einer Prophetin ohne Trinitätsformulierung!
1931 Erstaunlicherweise dauerte es 16 Jahre nach dem Tod von Ellen White, bis ein tatsächliches trinitarisches Statement im Jahrbuch aufgenommen wird; noch war dieses inoffiziell. Das Statement wurde 1946 als Glaubensbekenntnis bekräftigt. Die offizielle Wahl fand aber erst 1980 (!) statt. Mein eigenes Taufzeugnis der Adventgemeinde in 1986 erwähnt die Trinität nicht.
Problematisch ist zudem, daß die aufgeführten Bibeltexte in unserem Glaubensbekenntnis nicht zu einer trinitarischen Definition Gottes führen, selbst wenn die Trinität eine biblische Realität wäre.
Schlussgedanken
Die Adventbewegung kam über 130 Jahre ohne das Verständnis Gottes per Infographik aus. Warum ist ein älteres Bibelverständnis auf einmal Häresie, die sogar weitgehend zum Gemeindeausschluß führt?!
“Wie sehr hat Christus sich doch gesehnt, vor den Israeliten die köstlichen Schätze der Wahrheit zu entfalten! Aber sie waren geistlich so verblendet, daß ihnen unmöglich die Wahrheiten seines Reiches enthüllt werden konnten. Sie klammerten sich an ihr Glaubensbekenntnis und an ihre nutzlosen kultischen Formen, als der Himmel ihnen seine Wahrheit zur Annahme anbot. Ihr Geld gaben sie für Spreu und dürre Schalen aus; dabei lag das Brot des Lebens zum Greifen nahe vor ihnen. Warum nahmen sie nicht das Wort Gottes zur Hand und forschten mit Fleiß, um zu erkennen, ob sie sich im Irrtum befanden? Die alttestamentlichen Schriften enthielten über jede Einzelheit des Dienstes Christi klare Aussagen, und immer wieder zitierte er Prophetenworte mit dem Hinweis: „Heute ist dies Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.“ Lukas 4,21; Lukas 21,22; Johannes 15,25; Johannes 18,9; u.a. Würden sie aufrichtig die Heilige Schrift durchforscht und ihre eigenen Lehrsätze am Worte Gottes geprüft haben, dann hätte Jesus weder über ihre Unbußfertigkeit zu weinen, noch hätte er zu erklären brauchen: „Sehet, euer Haus soll euch wüste gelassen werden.“ Lukas 13,35. Die Beweise, daß er der Gesalbte war, hätten sie kennen, und das Elend, das ihre stolzen Städte in Trümmer legte, hätte abgewendet werden können. Aber vernunftwidriger Fanatismus engte das Denken der Juden ein. Christi Unterweisungen enthüllten ihre Charaktermängel und forderten Umkehr. Wären sie seinen Lehren gefolgt, dann hätten sie ihr tägliches Verhalten ändern und die von ihnen gehegten Hoffnungen aufgeben müssen. Wollten sie im Himmel geehrt werden, dann mußten sie auf die Ehre von Menschen verzichten. Der Gehorsam gegenüber den Worten dieses neuen Rabbi hätte sie in Gegensatz zu den Auffassungen der großen Denker und Lehrer jener Zeit setzen müssen. In Christi Tagen war die Wahrheit unbeliebt. Sie ist es auch heute. Sie war es immer, seit Satan zum ersten Mal dem Menschen Abneigung gegen sie einflößte, indem er ihnen Lügen darbot, die zur Selbsterhöhung führten. Stoßen wir nicht auch heute auf Theorien und Lehren, die nicht im Worte Gottes gegründet sind? Die Menschen hängen ihnen ebenso beharrlich an wie die Juden damals ihren Überlieferungen” (LJ 226-227).











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