Kapitel 2: Das Hauptanliegen der Pioniere
S. 18: Die aktuelle Sichtweise der STAs wird dem Hauptanliegen der frühen Pioniere gerecht. Sie haben uns in die richtige Richtung gewiesen.
S. 21: Als die STAs den Arianismus schließlich ablehnte und eine theologisch ergiebigere Version der Dreieinigkeitslehre übernahm, wurde sie damit dem Anliegen der Pioniere vollends gerecht.
TG meint, die Pioniere waren nur gegen den Modalismus, also einem Glauben an ein einziges Gotteswesen, welches aber in verschiedenen Personen auftaucht. Damit fürchteten die Pioniere, die individuelle Persönlichkeit des Vaters und des Sohnes wäre gefährdet, gar vernichtet.
S. 23 Im Gegensatz [zum Antitrinitarismus] zeichnet “Trinität als Bundesbeziehung” wohl das schönste Bild der inneren Beziehung Gottes, das man sich vorstellen kann.
Durch das lange Pionierzitat von J.N. Loughborough weist TG darauf hin, daß es JL bei Vater und Sohn um zwei verschiedene Personen geht. Die Bibel spricht also nicht von Modalismus.
Diese Beobachtung ist gut und schön, übersieht aber etwas sehr Wichtiges: die heutige Definition der Dreieinigkeit in den 28 adventistischen Glaubenspunkten (von adventisten.de – Unterstreichungen Ingo Sorke):
WER IST FÜR ADVENTISTEN “GOTT”?
Ohne die Bibel wüssten wir rein gar nichts von Gott – und was Gott uns in ihr von sich zu erkennen gibt, ist auch nicht immer einfach zu verstehen. Weil wir als Menschen seine Geschöpfe sind und das Wesen des Schöpfers nur erahnen können.
EIN dreieiniger Gott
Die Bibel spricht von Gott in dreifacher Form und dennoch als dem einen Gott. Paulus beendet beispielsweise einen seiner Briefe mit dem Wunsch der Begleitung durch „die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes” (2. Korinther 13,13). Jesus Christus gibt den Auftrag, dass Menschen auf den „Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes” getauft werden sollen (Matthäus 28,19). Wir begegnen beim Lesen der Bibel dem Vater, seinem Sohn und dem Heiligen Geist mit ihren jeweils unterschiedlichen Aufgaben und Wirkungsfeldern. Gleichzeitig lässt sie keinen Zweifel an der einzig-einen Gottheit. Siebenten-Tags-Adventisten bezeugen diesen dreieinigen Gott und beten ihn an.
GLAUBENSÜBERZEUGUNG NR. 2: DIE DREIEINIGKEIT
Es ist ein Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist – drei in Einheit verbunden, von Ewigkeit her. Gott ist unsterblich, allmächtig und allwissend; er steht über allem und ist allgegenwärtig. Er ist unendlich und jenseits aller menschlichen Vorstellungskraft. Dennoch kann er erkannt werden, weil er sich selbst offenbart hat. Diesem Gott, der die Liebe ist, gebührt Ehre, Anbetung und der Dienst der ganzen Schöpfung in alle Ewigkeit. (1 Mo 1,26; 5 Mo 6,4; Jes. 6,8; Mt 28,19; Joh 3,16; 2 Kor 1,21–22; 13,14; Eph 4,4–6; 1 Ptr 1,2.) Hier müsste 2 Kor 13,13 angeführt werden; Vers 14 bezieht sich auf englische Versionen (und Textus Receptus)!
Weiter mit Joseph Bates, der auch den Modalismus aber nicht “die heutige Sichtweise der Adventgemeinde” ablehnt (so TG, S. 27).
Roswell Fenner Cottrell
S. 29 Zitat Cottrell: „Ich glaube alles, was die Schrift über ihn sagt. . . . Wenn sie verkündet, dass der Vater seinen Sohn in die Welt gesandt hat, glaube ich, dass er einen Sohn zum Senden hatte.“
S. 30 Zitat Cottrell: „…unser Schöpfer lässt es uns als Unsinn empfinden, dass eine Person gleichzeitig drei Personen und das drei Personen gleichzeitig eine Person sein sollen; und auch in seinem geoffenbarten Wort hat er nie von uns verlangt, so etwas zu glauben.“ …
„Der Glaube an die Dreieinigkeit entspringt nicht unbedingt bösen Absichten, sondern ist vielmehr ein Anzeichen dafür, dass der Wein, der alle Völker trunekn gemacht hat, auch hier wirkt. Die Tatsache, dass dies eine der bedeutendsten Lehren, wenn nicht sogar die wichtigste war, aufgrund welcher der Bischof von Rom zum Papst erhöht wurde, spricht nicht gerade zu ihren Gunsten. … Ebenso wenig hat er uns, nachdem er uns das Zählen beigebracht hat, erklärt, dass es keinen Unterschied zwischen Einzahl und Mehrzahl gibt. Lasst uns alles glauben, was er offenbart hat, und nichts hinzufügen.“
[Roswell Fenner Cottrell, ARSH, 6. Juli 1869]
TG findet diesen Blickwinkel von Cottrell zu schmal wenn er meint dass sich Cottrell nicht in der Bibel auskannte:
S. 31 TG: Cottrell meint also, „Wenn Jesus als Sohn bezeichnet wird, muss das bedeuten, dass er – auf irgendeine Weise, in irgendwann – vom Vater als ein göttlicher Sohn ins Dasein gerufen wurde. Diese Erklärung geht davon aus, das Göttlichkeit eine Eigenschaft ist, die zum Entstehen gebracht oder auf ein geschaffenes Wesen übertragen werden kann. Beides sind Grundannahmen des Pantheismus . . . “ Cottrell „sieht einzelne Bäume (Verse), aber er erkennt den Wald nicht (die Rahmenhandlung, die diese Verse prägt).“
Großes Missverständnis: Cottrell meint ganz und gar NICHT, daß Göttlichkeit „zum Entstehen gebracht oder auf ein geschaffenes Wesen übertragen werden kann.“ Denn: Jesus ist weder geschaffen, noch wurde Göttlichkeit auf ihn übertragen. Jesus wurde „geboren“ und hatte von Anfang an die Göttlichkeit seines Vaters – die ursprüngliche Natur Christi ist 100% göttlich, und war nie weniger als genau dies. Als Sohn Gottes ist er Gott von seiner Natur aus.
TG erklärt dann als Zusammenfassung seines vorherigen Buches, daß sich Sohnschaft NUR auf die Menschwerdung Christi bezieht, als theologisches Reset für den Fall Adams. S. 33: „Gottes eingeborener Sohn“ bedeutet also nicht: „Gott brachte Christus irgendwann vor Ewigkeiten buchstäblich als untergeordnete Gottheit ins Dasein. Vielmehr wurde Christus durch den menschlichen Fortpflanzungsprozess, als ein Sohn innerhalb der Abstammungslinie des Bundes, in die Welt hineingeboren.“
Nichttrinitarier würden allerdings bezüglich Jesus Christus nicht von einer „untergeordneten Gottheit“ reden.
TG pocht hier auf eine Verbindung, die die Bibel selbst so nicht her/darstellt: Jesus ist eben nur Sohn Gottes, weil er Sohn Abrahams und Sohn Davids ist. Die angegeben Texte (Mt 1,1; 2,15; 3,17; 4,3) stellen diese Logik aber so nicht her. Anders gesagt, keiner der Texte definiert den Begriff „Sohn Gottes“ auf Menschen bezogen.
TG S. 34: „Die biblische Erzählung untersucht nicht den ontologischen oder metaphysischen Ursprung von Jesus – bis auf die Information, dass er niemand anderes als Gott, ewiger Gott, in menschlicher Gestalt ist.“
Interessant ist die Fußnote hierzu: TG S. 34: „Die antritrinitarische Lehre behauptet: Christus ist durch den Willen des Vaters göttlich gemacht worden, hat jedoch nicht dieselbe oder gleichwertige göttliche Natur wie der Vater, da der Vater seine Existenz erst hervorgerufen hat.“
Nichttrinitarier meinen nicht, dass es qualitativ abgestufte göttliche Naturen gibt oder gar geben könnte.
Es geht hier nicht um Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Interpretationen, sondern schlicht um falsche Aussagen.
TG S. 34: „Infolgedessen landet [Cottrell] unbewusst bei einen niedrigeren Gott, der von einem höheren Gott gezeugt wurde. Die Bibel lehrt tatsächlich an keiner Stelle, dass Christus irgendwann in der Ewigkeit als göttlicher Sohn Gottes zu existieren begann. Sie beschreibt vielmehr, dass Gott selbst zum Zeitpunkt der Menschwerdung als bundesverheißener Sohn Gottes (oder als zweiter Adam) zu existieren begann.“
Zum einen las ich bei Cottrell nicht von einen „niedrigeren Gott, der von einem höheren Gott gezeugt wurde.“ Und die Frage kommt bei der letzteren Aussage, wurde der Vater der Sohn? Gab es zwei Götter im Himmel, wovon einer dann Sohn wurde?
Auf Sprüche 8 und Micha 5 geht TG später ein.
James White
TG meint, Whites Aussagen gegen die Trinität sind ausschließlich gegen den Modalismus gerichtet. Aber Whites Zitat „Ebenso wenig sind der Vater und der Sohn Teile eines „drei-einen Gottes“. Sie sind getrennte Wesen, aber vereint in der Planung und Ausführung unserer Erlösung“ zielt genau auf unsere heutigen Artikulationen der Dreieinigkeit ab! [J White, ARSH, 12. Okt. 1876]
TG überzieht James Whites Absicht, wenn er schreibt: TG S. 38: „Die drei Mitglieder der Gottheit sind ebenbürtige und ewig existente „Mächte“, bevor sie innerhalb des Schöpfungs – und Erlösungswerks die Rollen von Vater, Sohn und Geist übernehmen.“
In James Whites Zitat ist weder von drei Mitgliedern zu lesen, noch von Vater, Sohn und Geist als einem Rollenspiel! Tatsächlich ist der Vorschlag eines Rollenspiels höchst problematisch. Es würde bedeuten, der Vater hätte die Rolle des Sohnes annehmen können, oder auch der Geist. Auch kommen wir um einen Tritheismus nicht herum. 3 Götter, die jeweils die Rolle des anderen hätten können.
[Notiz: Die spezifische Lehre von Arius muß an anderer Stelle noch genauer untersucht werden . . . War er wirklich gegen die Göttlichkeit von Jesus?]
Ellet Joseph Waggoner
TG liest bei den Pionieren einen verkrampften (und auch
unnötigen) Versuch, and der Zeugung von Jesus in der
Ewigkeit festzuhalten, gleichzeitig aber auch die Göttlichkeit von Jesus zu betonen.
TG S. 45: „Daher muss er sich auch eine spezielle Unterscheidung aus den Fingern saugen, indem er sagt: Der „Zeitpunkt“, zu dem Gott Christus hervorgebracht hat, „liegt so weit zurück in der Ewigkeit, dass er für den begrenzten, endlichen Verstand praktisch ohne Anfang erscheint“.“
TG bezeichnet solche Gedanken als „philosophisches Geschwafel“. Im Grunde ist es der Versuch, nichts Sinnvolles zu sagen, während man klingt, als habe man eine intelligente Erklärung anzubieten.“ (S. 45)
Allerdings erklärt Ellen White ganz ähnlich: „Sein göttliches Leben konnte nicht durch menschliche Berechnungen berechnet werden. Die Existenz Christi vor seiner Menschwerdung wird nicht in Zahlen gemessen” (ST 3. Mai 1899). “Wie lange Er [unser Schöpfer=Christus] existiert” lässt einen Anfang zu (7BC 919; Ms 13 1888 16).
[Englisches Original: “His divine life could not be reckoned by human computation. The existence of Christ before His incarnation is not measured in figures” (ST May 3, 1899). “How long He [our Creator=Christ] has had existence” permits a beginning (7BC 919; Ms 13 1888 16).]
Jetzt wird die Sprache schärfer:
TG S. 45: „Allerdings ist es kein harmloses Geschwafel. Die Vorstellung, dass ein Gott ins Leben gerufen werden kann, der zuvor nicht existiert hat, ist . . . Die Vorstufe zur Vergöttlichung menschlicher Wesen – was man Pantheismus nennt. Waggoner deutet hier an, dass Göttlichkeit eine Eigenschaft ist, die ins Leben gerufen werden kann – so wie es Gott mit Christus gemacht hat. Gott gebar demnach einen bis dahin nicht existenten Gott. Es ist daher nicht überraschend, dass Dr. Waggoner beim Pantheismus oder zumindest beim Panentheismus landete.“
Es geht Nichttrinitariern bestimmt nicht um eine „Vergöttlichung menschlicher Wesen“, auch nicht darum, dass „Göttlichkeit eine Eigenschaft ist, die ins Leben gerufen werden kann.“ Es handelt sich hier im schlimmsten Fall um eine theologische Unterstellung, die nicht der nichttrinitarischen Ansicht entspricht, und bestens gesehen um ein erstaunliches Missverständnis.
TG meint, wer “eingeboren” und “gezeugt” ontologisch liest, springt vom Licht in die Dunkelheit (S. 48).
Er meint auch, Micha 5,1 wäre nur ein Hinweis auf den Wechsel von Ewigkeit zu Menschwerdung. Aber Micha 5,1-2 ist ganz spezifisch:
Micha 5:2 „dessen Fortgang“: מוָֹצָאה Abstammung; Psalm 74,12; 77,11; Jes 45,12; 46,10; Johannes 5,26; 6,57; 7,29; 8,42; 16,27; 17,8; Gal 4,4). „von den Tagen der Ewigkeit“: Mic 7,14 – ein Punkt in der Vergangenheit (5. Mose 32,7; Amos 9,11; Jes 63,9; Mal 3,4).
Uriah Smith
Während die Kritik an Uriah Smiths Formulierungen wieder ein Missverständnis ist, sei darauf hingewiesen, dass Ellen White trotz der arisch anklingenden Theologie von Uriah Smith sein Buch Daniel und die Offenbarung aufs kräftigste empfiehlt!
TG meint, bei Uriah Smith eine Entwicklung Gottes festzustellen:
S. 54 “1. Der Gedanke seiner Entwicklung Gottes malt uns vor Augen, dass Gott im Laufe der Zeit immer etwas mehr wird, bis er schließlich was ist?
2. Außerdem legt die Idee einer Evolution Gottes auch den Rückschluss nahe, dass Gott im früheren Entwicklungsprozess etwas weniger gewesen ist. Was war er also ganz am Anfang?
Dies ist eine mormonische Lesart von unseren Pionieren (“Was wir sind, Gott war; wie Gott ist, wir werden”), die diese so aber nie ausdrücken. Jesus war von Anfang an von Natur aus Gott, also göttlich. Er entwickelte sich nicht in einen Gott, auch nicht in einen niedrigeren Gott. Ein absurder Gedanke!
Hier als Ausschweifung ein paar Bemerkungen von Ellen White zu Uriah Smiths Buch:
Ellen Whites Bestätigung von U. Smiths Daniel und die Offenbarung
„Das Interesse an Daniel und der Offenbarung soll so lange bestehen bleiben, wie die Gnadenzeit andauert. Gott benutzte den Autor dieses Buches als Kanal der Lichtvermittlung um den Verstand auf die Wahrheit zu lenken. Sollen wir dieses Licht nicht anerkennen, welches auf die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus weist – unser König?“ (1MR 63).
“The interest in Daniel and the Revelation is to continue as long as probationary time shall last. God used the author of this book as a channel through which to communicate light to direct minds to the truth. Shall we not appreciate this light, which points us to the coming of our Lord Jesus Christ, our King?” (1MR 63).
„Alles, was gemacht werden kann, sollte gemacht werden, um Gedanken zu Daniel und die Offenbarung zu verbreiten. Ich kenne kein anderes Buch, das seinen Platz einnehmen könnte. Es ist Gottes helfende Hand.“
“Everything that can be done should be done to circulate Thoughts on Daniel and Revelation. know of no other book that can take the place of this one. It is God’s helping hand” (Ms 76, 1901).
„Die Bücher Daniel und die Offenbarung und Der Große Kampf sollten über allen anderen jetzt verbreitet werden. Gebt sie den Leuten. Licht und Wahrheit müssen sie haben.“
“The books Daniel and Revelation and The Great Controversy are the books which above
all others should be in circulation now. Give them to the people. Light and truth they must have (Ms29-1890.28; 21MR 452.3).
„Gott hat Bruder Smith die Schätze seiner Wahrheit anvertraut.“
„God has entrusted to Brother Smith the treasures of His truth“ (1888 materials, p. 513).
„Alle, die sich auf das Predigtamt vorbereiten, die erfolgreiche Studenten der Prophetien werden wollen, werden in Daniel und die Offenbarung eine unschätzbare Hilfe finden. Sie müssen dieses Buch verstehen. Es spricht von Vergangenheit, Gegenwart, und Zukunft, und weist einen Pfad auf der so eindeutig ist, daß sich keine verirren müssen. Alle, die dieses Buch gewissenhaft studieren werden keinen Gefallen an billigen Gefühlen haben wie solche, die mit Feuereifer Neues und Seltsames herausfinden wollen, um es der Herde Gottes darzubringen. Gott verweist all solche Lehrer. Die brauchen jemand, der ihnen Göttlichkeit und Wahrheit lehrt. Die großen, essentiellen Fragen, die Gott den Leuten vorgestellt haben will, finden sich in Daniel und die Offenbarung. Dort findet sich solide, ewige Wahrheit für die heutige Zeit. Allen brauchen das Licht und die Information, die darin enthalten sind.“
„Those who are preparing to enter the ministry, who desire to become successful students of the prophecies, will find Daniel and the Revelation an invaluable help. They need to understand this book. It speaks of past, present, and future, laying out the path so plainly that none need err therein. Those who will diligently study this book will have no relish for the cheap sentiments presented by those who have a burning desire to get out something new and strange to present to the flock of God. The rebuke of God is upon all such teachers. They need that one teach them what is meant by godliness and truth. The great, essential questions which God would have presented to the people are found in Daniel and the Revelation. There is found solid, eternal truth for this time. Everyone needs the light and information it contains“ (1MR 61.2)
„Christus führt ein Volk heraus und bringt sie zu der Einheit des Glaubens, damit sie eins werden, wie er eins mit dem Vater ist. Meinungsverschiedenheiten müssen aufgegeben werden, damit alle zur Einheit mit dem Leib werden, damit sie einen Verstand und eine Beurteilung haben.“
„Christ is leading out a people, and bringing them into the unity of the faith, that they may be one, as He is one with the Father. Differences of opinion must be yielded, that all may come into union with the body, that they may have one mind and one judgment. 1 Corinthians 1:10“ (1T 324).
„Es darf keine langen Diskussionen, kein Präsentieren neuer Theorien geben bezüglich jener Prophezeiungen, die Gott schon klar gemacht hat.“
„There must be no long discussions, no presenting of new theories in regard to prophecies that God has already made plain“ (RH Nov 27, 1900, par. 13).
[Ingo]: Das Interessante daran ist, dass Ellen White einen ausgeprägten Antitrinitarier empfiehlt, und zwar ohne Einschränkung, ohne Warnung. Das Buch wurde von der frühen Adventgemeinde nicht vom Markt gezogen, und Uriah Smith wurde bezüglich seiner Ansichten zu Jesus Christus weder zensiert noch exkommuniziert!
TG fasst zusammen (S. 56): “Die Kirche hat die wichtigsten Punkte der Pioniere weitergeführt und eine Dreieinigkeitslehre entwickelt, die Gott als drei unterscheidbare Personen begreift, die in ihrem Wesen und Charakter eins sind.”
Hier verfehlt TG den biblischen Befund, hat aber in seiner Definition der Einheit Recht! Genau, “in ihrem Wesen und Charakter” sind sie eins, wie Ellen White auch klar formuliert:
“Die Schrift zeigt deutlich die Beziehung zwischen Gott und Christus … Die Einheit, die zwischen Christus und seinen Jüngern besteht, zerstört die Persönlichkeit von keinem von beiden. Sie sind eins im Sinn, im Geist, im Charakter, aber nicht in der Person. So sind Gott und Christus eins“ (Englische Ausgaben: MH 422; 8T 269; Joh 10,30; 17,22!); „in Natur, Wille und Zweck“ (RH 5. März 1901; GC 493); „zwei in der Individualität, aber eins im Geist, im Herzen und im Charakter“ (YI, 16. Okt. 1897).
Bemerkenswerterweise schreibt Ellen White auch,
“Der Herr Jesus Christus, der eingeborene Sohn des Vaters, ist wirklich Gott in der Unendlichkeit, aber nicht in der Persönlichkeit.”
[Englisches Original: “The Lord Jesus Christ, the only begotten Son of the Father, is truly God in infinity, but not in personality.”] Ms 116 Dec 19, 1905
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